5 fatale Fehler bei der Vorbereitung auf militärische Auswahlverfahren (und wie du sie vermeidest)
19.11.2025
Einleitung: Warum die meisten Bewerber immer noch scheitern
Militärische Auswahlverfahren gehören zu den härtesten Prüfungen überhaupt. Egal ob Kommando Spezialkräfte (KSK), EGB, Kampfschwimmer, Jagdkommando (Österreich) oder andere spezialisierte Einheiten der Bundeswehr – die Durchfallquote liegt oft bei 80–90 %.
Und trotzdem wiederholt sich jedes Jahr das gleiche Bild:
Bewerber trainieren falsch. Bewerber planen falsch. Bewerber scheitern an Fehlern, die sie hätten vermeiden können.
Wir von PPF Germany bereiten seit über 6 Jahren angehende Spezialkräfte auf Auswahlverfahren vor und habe mit einem Team aus aktiven und ehemaligen Angehörigen von SEK, KSK, ZUZ, BFE, MFE, Minentaucher und Jagdkommando mittlerweile über 600 Bewerber erfolgreich durch ihre EAVs gebracht.
Das hier sind die 5 Fehler, die Bewerbern am häufigsten das Genick brechen – und die du nicht machen darfst, wenn du dein Auswahlverfahren bestehen willst.
Fehler 1: Du trainierst deine Marschfestigkeit falsch
Märsche und Gepäckläufe sind Pflichtbestandteil fast aller militärischen Auswahlverfahren:
KSK PFV 2
EGB PFV
Einzelkämpferlehrgang
Jagdkommando
und und und
Viele glauben, sie müssen einfach „viel marschieren“ in der Vorbereitung. Das ist leider einer der größten Denkfehler.
Warum Marschieren allein nichts bringt
Marschtraining ist extrem belastend, braucht viel Regeneration und entwickelt nur eine einzige Komponente: Ausdauer unter Gewicht.
Aber Marschfestigkeit besteht aus mehreren Bausteinen:
aerobe Basis → wichtig für Laktattoleranz & Tempo
schweres Krafttraining → schützt Gelenke, Sehnen, Knochen
Core-Stabilität → trägt den Rucksack
Beinkraft → verhindert Einbrüche auf langen Strecken
Wenn du bei Kniebeugen 60–70 kg gerade mal 10–12 Wiederholungen schaffst, aber planst, 20 kg Rucksack + Ausrüstung + Waffe über Stunden zu tragen, wird das nichts.
Was du stattdessen tun musst
GA1-Training + lange Läufe für mehr aerobe Fitness
regelmäßige Kraftblöcke (Beine, Rücken, Core, Schultern)
erst dann: progressives Marschtraining
Marschfestigkeit kommt aus der Summe der einzelnen Komponenten – nicht aus stumpf mehr Marschieren. Ähnlich wie bei einem Cooper Test, nur durch stumpf Cooper Tests laufen wirst du auch nicht besser.
Fehler 2: Deine Ausrüstung ist nicht vorbereitet
Blasen, Nässebrand, eingewachsene Zehennägel - all das sind Gründe für das Scheitern in militärischen Auswahlverfahren. Eine Blase kann selbst den fittesten Soldaten brechen.
Was du Monate vorher geklärt haben musst
Welche Stiefel funktionieren bei deiner Fußform?
Welche Socken verhindern Blasen? Merino, Baumwolle, Synthetik?
Wann musst du die Socken wechseln? Jede Stunde?
Sitzt dein Rucksack korrekt? Ist er sauber eingestellt?
Kannst du ihn unter Stress blind packen?
Die unterschätzte Vorbereitung: Fußpflege
Hornhaut trimmen
Nägel kurz und gesund
Haut pflegen
Reibungspunkte früh identifizieren
Egal wie gut du körperlich bist – Blasen, Scheuerstellen oder Nässebrand brechen dich über Zeit.
Fehler 3: Du beherrschst die soldatischen Grundlagen nicht
Navigation mit Karte & Kompass.
Skizzen zeichnen.
Leben im Versteck.
Kurz gesagt: Infanteristische Basics.
Viele glauben, diese Fähigkeiten seien „nice to have“.
Falsch. Sie sind prüfungsrelevant.
Die meisten Bewerber starten damit viel zu spät.
Und dann stehen sie plötzlich im Wald, übermüdet, mit einer Skizze, die jemand anders gezeichnet hat – und gehen komplett verloren.
Was du trainieren bzw. können musst
3 Skizzen in 15 Minuten
schnelle Koordinatenbestimmung
O-Märsche selbst planen
Kompassarbeit blind beherrschen, auch in schwierigen Geländeabschnitten
Das kannst du alles zuhause üben – und es entscheidet über Bestehen oder Scheitern.
Fehler 4: Du trainierst Disziplin – aber nicht Willenskraft
In der Vorbereitung hilft dir Disziplin. Im Auswahlverfahren hilft dir nur Willenskraft.
Das verwechseln über 90 % der Bewerber.
Disziplin bringt dich durch die Monate der Vorbereitung.
Willenskraft bringt dich durch Eilmärsche, Schlafmangel und mentale Brüche.
Die alte Höllenwoche des KSK war der Inbegriff von Leidensfähigkeit.
Und auch im neuen PFV ist mentale Härte ein entscheidender Faktor.
Disziplin ist: „Ich ziehe mein Training durch.“
Willenskraft ist: „Ich höre nicht auf, wenn alles wehtut.“
Beides muss trainiert werden – aber auf unterschiedliche Weise.
Fehler 5: Du trainierst nicht wettkampfnah genug
Viele wollen das PFV2, die Höllenwoche oder die Jagdkommando Belastungsübung „simulieren“.
Totaler Unsinn. Das ist weder realistisch noch physiologisch sinnvoll.
Warum du die echten Belastungen nie imitieren kannst
160 km Märsche + Schlafentzugsphasen
komplexer Ablauf
Belastungsspitzen, die du nicht steuern kannst
Regeneration würde Wochen dauern
Verletzungsrisiko wäre absurd hoch
Was sinnvoll ist: kontrolliertes, wettkampfnahes Training
30–50 km Märsche mit definierten Belastungsspitzen
Navigation unter Zeitdruck
Low-Sleep-Simulationen in kontrollierten Umgebungen
realistische Aufgabenstellungen
Klar ist aber auch:
Du kannst Teile simulieren – aber nie das komplette Auswahlverfahren.
Der Schlüssel ist nicht Simulation, sondern systematische Vorbereitung aller Einzelkomponenten.
Fazit: Wer diese 5 Fehler abstellt, erhöht seine Chancen massiv
Werden diese Fehler korrigiert, steigt die Bestehenswahrscheinlichkeit drastisch.
Genau deshalb schaffen unsere Teilnehmer seit Jahren konstant um die 80 % Erfolgsquote – trotz härtester Auswahlverfahren.
Wenn du nicht monatelang planlos trainieren willst und sicherstellen möchtest, dass du körperlich, taktisch und mental richtig vorbereitet bist, dann solltest du das nicht allein machen.
Willst du dein Auswahlverfahren bestehen?
Wenn du eine Vorbereitung willst, die:
alle 5 Fehler systematisch eliminiert
Marschfestigkeit, Kraft & Ausdauer optimal aufbaut
soldatische Fähigkeiten realistisch trainiert
mentale Härte entwickelt
dich sicher durch dein Auswahlverfahren bringt
Dann lass uns über deine Situation sprechen.
